LIKE Psychiatrie: Die erste virtuelle Messe, die die Herausforderungen im Sektor der psychischen Gesundheit zur Sprache bringt


LIKE Psychatrie -Auditorium Mainhall

Diese Veranstaltung präsentiert sich im Internet unter dem Motto „Digitaler Austausch, echte Perspektiven“. Sie wird erstmals von drei psychiatrischen Klinikverbände aus drei verschiedenen Bundesländern abgehalten: LVR aus dem Rheinland, VITOS aus Hessen und den KBO aus Bayern. Die Messe findet am 4. und 5. Juni statt und soll Fachleuten aus dem Bereich der Psychiatrie, Pflegenden, die in diesem Bereich aktiv sind oder sich umorientieren möchten, sowie Medizinstudierenden, die ihre Kenntnisse in diesem Bereich vertiefen oder sich ab dem fünften Semester auf diese Fachrichtung spezialisieren möchten, als Begegnungsplattform dienen.

Ziel dieses virtuellen Events LIKE Psychiatrie ist, einen interaktiven Austausch per Mausklick zu ermöglichen und in dieser immer stärker nachgefragten Branche neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

Eine Reise zu Like Psychiatrie

Außengelände LIKE-Psychatrie

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“: Auf der obigen Abbildung ist zu sehen, was die Besucher auf der Plattform erwartet. Die verschiedenen Messestände könnte man folgendermaßen beschreiben: Am Informationsstand finden Sie einen interaktiven Plan, der in erster Linie dazu dient, die einzelnen Kliniken zu finden und Kontakt zu den Ausstellern aufzunehmen, mit denen Sie sich austauschen möchten. Wenn Sie je nach Ihrer Zertifizierung als Arzt oder in der Krankenpflege CME- oder CNE-Punkte sammeln möchten, wenden Sie sich bitte an den Thieme-Verlag, der Sie gerne berät.

Möchten Sie mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen, nutzen Sie einfach den Chat, den wir zu diesem Zweck eingerichtet haben. In den einzelnen Auditorien finden die so genannten „Impulsvorträge“ statt, bei denen jeweils in einem Zeitrahmen von zwanzig Minuten ein bestimmtes Thema mit seinen wichtigsten Kernpunkten und Eckdaten behandelt wird. Insgesamt finden 48 Vorträge statt, die sich an Ärzte, Pflegende und Medizinstudierende richten. Und zum Abschluss unseres Rundgangs seien auch noch die Messehallen erwähnt. Dort können Sie mit Experten aus den 24 dort vertretenen Kliniken ein persönliches Gespräch über die Lage des Berufsstandes und Job-Perspektiven führen.

Je besser und offener die Kommunikation, desto geringer die Gefahr von Stigmatisierung

Diese Überschrift bringt die Herausforderungen im Sektor der psychischen Gesundheit auf den Punkt. Zunächst wurde die Funktionsweise dieser virtuellen Plattform beschrieben, die Fachleuten aus der Branche als Kommunikationskanal dient und Möglichkeiten zur Vertiefung persönlicher Fachkenntnisse, zum Meinungsaustausch und zur Ergründung weiterer Job-Perspektiven in diesem medizinischen Fachbereich aufzeigen soll.

Auf einer anderen Kommunikationsebene, auf der es darum geht, was die Gesellschaft bzw. die Medien als relevant erachten, bietet sich auch an, genauer zu untersuchen, wie in den Nachrichten über bestimmte psychische Störungen berichtet wird. Denn in allen Bereichen, die mit Menschen zu tun haben, und insbesondere im Hinblick auf die psychische Gesundheit, wird nicht nur der Pflege des Körpers, sondern auch des Geistes immer größerer Wert beigemessen.

In den Medien wurde in den letzten Jahren insbesondere ausführlich über bestimmte psychische Störungen, die direkt in Persönlichkeitsänderungen zum Ausdruck kommen, wie Narzissmus, antisoziales Verhalten und Borderline-Störungen (um nur einige zu nennen) sowie über Autismus-Spektrum-Störungen berichtet. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung hat ein Team von Psychiatern aus den USA in den Blickpunkt gerückt, das wiederholt die psychische Gesundheit von Präsident Donald Trump in Frage gestellt hat. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist die junge Umweltaktivistin Greta Thunberg. Sie spricht offen darüber, dass sie stolz darauf ist, zum Kollektiv der Autisten zu gehören. Beide Beispiele sollen hier nicht weiter vertieft oder beurteilt werden. Sie führen jedoch zu einer interessanten Schlussfolgerung: Was nicht offen kommuniziert wird oder in Vergessenheit gerät, wird stigmatisiert oder verbleibt innerhalb einer geschlossenen Gruppe, und ist damit für den Großteil der Gesellschaft irrelevant oder wird gar nicht wahrgenommen.

Informationen für bestimmte Zielgruppen gewinnen an Bedeutung

LIKE Psychatrie – drei Zielgruppen

Wie es auch in anderen Wissenschafts- und Forschungsbereichen der Fall ist, wird ein Thema automatisch relevant und wichtig, wenn es von einer großen Expertengruppe diskutiert wird.

Und genau hier setzt LIKE Psychiatrie an: Auf einer kostenlosen Plattform sollen über diesen Link Ärzten, Pflegenden und Studierenden, die an dieser medizinischen Fachrichtung Interesse haben, die relevantesten und dringlichsten Themen des aktuellen Stands der Psychiatrie sowie mögliche berufliche Perspektiven vorgestellt werden.

Schließlich geht die Arbeit weiter – wenn auch bisweilen unbeachtet von den Medien. Und auch künftig werden wir uns über neue Diagnosetechniken und immer besser auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapien informieren, um die psychische Gesundheit aller Betroffenen zu verbessern.