zeit und raum

Die Faktoren Raum & Zeit bei virtuellen Events

Moritz von Plüskow / Oktober 2019 / Virtuelle Events


Ein virtuelles Event bietet Möglichkeiten, die ein klassisches Event nicht bieten kann. Wenn Veranstaltungen geplant werden, dann verlässt man sich auf bestehende Konzepte und auf erprobte Abläufe. Schließlich bieten sie Sicherheit und Orientierung.

Mit diesem Ansatz möchte ich brechen. Dazu habe ich mir zwei exemplarische Beispiele herausgesucht, die ich in diesem Artikel vorstellen möchte. Grundsätzlich können wir im virtuellen Raum die normalen Gegebenheiten von Zeit und Raum außer Acht lassen. Die Möglichkeiten der virtuellen Komponenten „Zeit“ und „Raum“ stelle ich in den folgenden Abschnitten vor.

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Faktor: Zeit

Für einen Kunden mit tausenden Mitarbeitern auf der ganzen Welt verteilt, haben wir ein besonderes Veranstaltungsformat geschaffen. Oder haben Sie schon einmal ein reguläres 14-Tage-Meeting besucht?

Das globale virtuelle Meeting wurde mit Live-Keynotes eröffnet, zu denen die Teilnehmer angehalten waren sich dazu zuschalten. Viele Mitarbeiter haben beim „Public Viewing“ in den Büros oder den Abteilungen zugesehen und so gemeinschaftlich der Eröffnung beigewohnt. So wurden alle Teilnehmer gemeinschaftlich abgeholt und auf den weiteren Verlauf vorbereitet. Die weiteren Inhalte wurden alle vorab gefilmt und als On-Demand-Webcasts im Rahmen der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Alle Teilnehmer hatten nun die besagten 14 Tage Zeit sich die Inhalte anzusehen. Auf Abruf, wann es ihnen passt. Integriert in den Arbeitsalltag. So bekommen die Teilnehmer die volle Kontrolle und sie selbst haben die Entscheidungsfreiheit. Nach den 14 Tagen endete die Veranstaltung wieder mit einem einrahmenden Live-Element.

Durch dieses Maß an Flexibilität und den leichten Zugang, bietet dieses Format neue und effizientere Möglichkeiten für die Zeitplanung aller Mitarbeiter.

Skyforward Eingangshalle

Faktor: Raum

Dieses Beispiel stammt aus dem HR Bereich. Genauer gesagt handelt es von einer Jobmesse für eine bestimmte Nische. Die potentiellen, sehr gut ausgebildeten und in guten Positionen sitzenden Kandidaten sind nur begrenzt verfügbar und sitzen überall verteilt. Wie bekommt man eine solche Zielgruppe zur eigenen Messe? (Eigentlich) gar nicht.

Man muss es den potentiellen Kandidaten so einfach und so bequem wie möglich machen. Ich habe schon tolle Konzepte gesehen, die in der Umsetzung gescheitert sind, da der Veranstaltungsort zu unattraktiv war. „Für mein Angebot werden die Teilnehmer gerne die Anreise von X über Y nach Z antreten!“ So die Ankündigung des Kunden – Im Endeffekt haben sie es nicht getan…

Somit muss das Problem der Entfernung und der Reisezeit gelöst werden und der generelle individuelle Aufwand muss so gering wie möglich gehalten werden. Eine tolle Möglichkeit, die sich dazu bietet, ist die virtuelle Umsetzung der Messe. Der Teilnehmer kann sich von überall einklinken und die Jobmesse besuchen. Einfach und bequem – so, wie er es mag.

Die virtuelle Messe bietet ihm zusätzlich noch die Möglichkeit der optionalen Anonymität. Keiner seiner Mitarbeiter sieht ihn im Gespräch mit einem potentiellen neuen Arbeitgeber. Der Erstkontakt kann völlig diskret erfolgen. Erste Infos und Dokumente werden ausgetauscht und Folgetermine werden vereinbart.

Ein virtuelles Event ist dem physischen Event nicht gleichzusetzen. Daher sollten wir es auch differenziert betrachten. Die virtuellen Möglichkeiten eine Veranstaltung angenehm zu gestalten sind vielfältig vorhanden. Denken Sie neu – erleichtern Sie Ihrem Publikum die Teilnahme und somit den Zugang zu Informationen, es wird es Ihnen danken!